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Vibrationsplatte mit oder ohne Säule: Was ist besser?

Hast du dich dazu entschieden, dir eine Vibrationsplatte zuzulegen, stehst du vor der Qual der Wahl: Es gibt derartig viele Modelle von genauso vielen Herstellern, dass es alles andere als leicht ist, den Überblick zu behalten. Aber keine Sorge, du hast ja uns! 

In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit der Frage, was besser ist: Vibrationsplatten mit oder ohne Säule. Wir erklären dir die Vor- und Nachteile der Gerätschaften, sodass du für dich selbst entscheiden kannst, welche Ausführung zu dir passt. 

Bevor wir uns mit dem Hauptthema beschäftigen, geben wir dir aber noch einen kleinen Überblick über die verschiedenen Vibrationsarten.

Wir wünschen dir viel Spaß beim Lesen und vor allem viel Erfolg bei deinem Vibrationstraining!

Exkurs: verschiedene Vibrationssysteme

Die Art der Vibrationen ist eines der wichtigsten Kriterien beim Kauf eines „Rütteltrainers“. Man unterscheidet grundlegend zwischen drei Varianten, wobei jede Vibration ihre eigenen Vorteile hat:

  1. Vertikale Vibrationen verlaufen, wir der Name bereits vermuten lässt, von unten nach oben. Der Vorteil: Die Durchblutung der Muskulatur entlang der Körperquerachse wird angeregt und diese Muskeln werden gestärkt. Und zwar nicht nur die oberflächliche, sondern auch die Tiefenmuskulatur. 
    Zudem geht mit derartigen Systemen ein hoher Kalorienverbrauch während des Workouts einher.
  2. Die horizontale Schwingungsrichtung (d.h. von rechts nach links und von links nach rechts) spricht verstärkt die stabilisierenden Bein- und Fußmuskeln an. 
    Dieses Training erfordert viel Konzentration. Es eignet sich insbesondere zur Verbesserung der Koordination, der Körperhaltung und des Körperempfindens bzw. der Bewegungswahrnehmung. 
  3. Sogenannte oszillierende Systeme (auch: Wipp-Systeme, seitenalternierende Systeme) gewährleisten einen natürlichen Bewegungsablauf.
    Aus diesem Grund finden die Geräte verstärkt in der Physiotherapie Anwendung; sie eignen sich zur Mobilisierung der Gelenke, zum Reduzieren von Rückenbeschwerden sowie zum Lösen von verklebten Faszien. 
    Die Bewegungen ähneln denen einer Wippe, d.h. die Beine werden abwechselnd auf und ab bewegt. 

Hinweis: Es gibt auch sogenannte 3D Vibrationsplatten. Diese vereinen die Bewegungen in alle drei Körperachsrichtungen: von unten nach oben, von links nach rechts und von vorne nach hinten. Solche Geräte sind zwar oft teurer als ihre „Geschwister“, bieten allerdings auch den größten Trainingseffekt.

Der Vergleich: Modelle mit und ohne Säule

Neben der Art der Vibrationen ist die Frage, ob dein „Rütteltrainer“ eine Säule haben soll oder nicht, entscheidend für deine Produktwahl: 

Platten mit Säule sind allgemein schwerer und robuster als Modelle ohne Haltegriffe. Somit eignen sie sich prinzipiell für ein höheres Nutzergewicht. Und zwar auch, da sie oft mit einem stärkeren Motor ausgestattet sind als ihre säulenlosen Pendants. 

Ein weiterer Vorteil von „Vibrationstrainern“ mit Säule besteht in ihren vielfältigen Anzeigemöglichkeiten. An der Vorrichtung ist nämlich oftmals nicht nur ein Bediencomputer zum Steuern der Vibrationsparameter angebracht.

Ebenso zeigen die Geräte die Trainingsdauer, die Herzfrequenz (bei vorhandenen Handpulssensoren) und die beim Sporteln verbrauchten Kalorien an. 

Hinzu kommt eine Vielzahl an Trainingsprogrammen und einige Säulen-Modelle sind mit einem zweiten Bedienfeld (am Fuß) ausgestattet. Letzteres ist besonders von Vorteil, wenn du Liegestütze und andere „Bodenübungen“ ausführst. 

Vibrationsplatten ohne Säule können nicht mit der Programmvielfalt ihrer großen Brüder mithalten. Solche „Trainer“ verfügen zwar meist ebenfalls über ein Display, dieses befindet sich jedoch auf Fußhöhe. Somit ist der Bedien- und Ablesekomfort bei stehenden Übungen u.Ä. deutlich eingeschränkt. 

Zudem sind diese Geräte nicht so robust und auch nicht so leistungsstark wie Modelle mit Säule. Vor allem schwergewichtige Personen sollten also lieber zur ersten Variante greifen. 

Mit Säule = Vorteil?

All das heißt natürlich nicht, dass sich Platten ohne Säule nicht für ein ausgiebiges Workout eignen! Die grundlegenden Funktionen (Vibrationen in verschiedene Richtungen; s.o.) sind nämlich dieselben und lassen sich mit einer Vielzahl an Übungen kombinieren. 

Punkten kann diese Variante zudem durch einen geringeren Anschaffungspreis sowie durch vergleichsweise kompakte Abmessungen – hast du das Training absolviert, verschwindet der „Rütteltrainer“ im Handumdrehen unter deinem Bett. Das ist „mit Säule“ definitiv nicht möglich! 

Darüber hinaus muss man sagen, dass sich Fortgeschrittene beim Vibrationstraining i.d.R. gar keine Haltegriffe wünschen. Auf diese Weise muss der Körper nämlich mehr Aufwand betreiben, um das Gleichgewicht zu halten und die Bewegungen sauber auszuführen – die inter- und intramuskuläre Koordination wird gefördert. 

Das wirkt sich wiederum positiv auf die Bewegungsökonomie aus. Und zwar sowohl in verschiedenen Sportarten als auch im Alltag. 

Vibrationsplatten mit Säule bieten wiederum einen vergleichsweise sicheren Stand. Aus diesem Grund greifen Anfänger und ältere Menschen vornehmlich zu diesen Gerätschaften. 

Merke: Modelle ohne Säule bieten nicht selten eine geringere Programmvielfalt als ihre großen Brüder. Fortgeschrittene greifen aus besagtem Grund dennoch gerne zu dieser Ausführung. Der eingeschränkte Bedienkomfort kann durch die Steuerung per Fernbedienung „neutralisiert“ werden. 

Die Gerätearten auf einen Blick

Hier haben wir die Vor- und Nachteile der beiden „Trainer“ noch einmal übersichtlich für dich zusammengefasst:

 Vibrationsplatten mit Säule

Vorteile Nachteile
  • Schwerer, robuster (-> für ein höheres Nutzergewicht geeignet) Stärkere Motorleistung Haltegriffe sind oft mit Pulssensoren ausgestattet
  • Display mit umfangreichen Anzeigen (Herzfrequenz, Kalorienverbrauch, …)
  • Haltegriffe bieten vergleichsweise sicheren Stand (für Anfänger und ältere Menschen)
  • Komfortable Bedienung während des Trainings
  • Eine Vielzahl an Trainingsprogrammen
  • Oftmals: zweites Display für „Bodenübungen“
  • Höherer Anschaffungspreis
  • Erfordern viel Platz

Vibrationsplatten ohne Säule

Vorteile Nachteile
  • Kompakte Abmessungen
  • Günstiger in der Anschaffung
  • Höhere koordinative Ansprüche (für Fortgeschrittene geeignet)
  • Können durch Fernbedienung ergänzt werden
  • Weniger Trainingsprogramme
  • Ein Display im Fußbereich (eingeschränkter Komfort)
  • Nicht so robust und leistungsstark (weniger für schwergewichtige Personen geeignet)

Hinweis: Auch, wenn säulenlose Modelle mit weniger Trainingsprogrammen daherkommen, weiß sich der fortgeschrittene Sportler zu helfen. Anders ausgedrückt: Es gibt für jedes Trainingsziel die passende Übung und diverses Equipment, das die Vibrationsplatte ergänzt.

„Besser“ ist keine der Varianten

Wie erläutert, hängt die Antwort auf die Frage, ob Vibrationsplatte mit oder ohne Säule insbesondere von deinem Trainingslevel ab:

Als Anfänger greifst du besser zu einem „Rütteltrainer“ mit Säule; Fortgeschrittene wissen die Nachteile der Platte ohne Haltegriffe zu kompensieren.

Auf diese Weise lässt sich bares Geld sparen und das Gerät verschwindet nach dem Training im Nullkommanichts unter deinem Bett.  

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